Da
die folgenden Dinge, die unserer Meinung nach zu einer Verbesserung
der Leonbergergesundheit führen können, scheinbar in
anderen Artikeln, wo wir sie bereits erwähnt haben, untergehen,
führen wir sie hier noch einmal gesondert auf.
1)
Sammlung und für alle zugängliche Veröffentlichung
von
gesundheitsrelevanten Daten.
Es muß aufhören, daß im Falle eines gesundheitlichen
Problems die
Dinge unter den Teppich gekehrt werden, weil das Ganze zur
Schuldfrage mutiert und der Run auf den vermutlich Schuldigen
losgeht.
Stattdessen sollte es darum gehen, die Ursachen der Mißstände
herauszufinden,
damit man eine Veränderung erreichen kann.
Kranke Leonberger sind keine Frage der Schuld,
sondern ein Grund, etwas zu verbessern und in diesem Sinne aktiv
zu werden.
2)
Das Zusenden von Daten und Krankheitsgeschichten
betroffener Leonberger-Hunde und ihrer Menschen
an Hans Weigel / PRO-LEONBERGER
und/oder den Leonberger-Club,
wenn es in der Zukunft denn beim DCLH vielleicht einmal eine Stelle
dafür geben wird,
wo diese auch - für alle zugänglich -veröffentlicht
werden,
sodaß sie allgemein von Nutzen sein können.
Je mehr Möglichkeiten zur Einsicht von Daten, desto besser.
Wenn sie jedoch lediglich im Verborgenen schlummern
oder nur einer eingeschränkten Anzahl von Leuten zugänglich
sind, sind sie wertlos.
Gesundheitsrelevante Dinge müssen transparent werden!
3)
Freiwillige, zusätzliche Untersuchungen
(ED, Augen, Herz, PN-Gentest [LPN1 Mutation])
von Seiten der Züchter
- ungeachtet dessen, ob sie vom Verein gefordert werden oder nicht.
Ein Züchter, von dem bekannt wird, daß er freiwillig
diese Untersuchungen an
seinen Zuchttieren durchführen läßt und danach
die Deckpartner auswählt,
wird sicher einen größeren Zulauf an Welpenkäufern
haben
und es wird dem Ruf seiner Zucht zugute kommen,
wenn bekannt wird, wie verantwortungsbewußt er in diesem
Rahmen handelt.
4)
Da es heute kaum noch eine erblich unbelastete Leonbergerlinie
gibt, ist ein
sorgfältiges Prüfen der Linien der Zuchttiere, die verpaart
werden sollen,
nach erbrelevanten Erkrankungen bei den Ahnen
anhand der veröffentlichten Daten und aller zur Verfügung
stehenden Informationen,
von Seiten der Züchter unabdingbar.
Notwendig sind strengere Zuchtauflagen für Linien mit diesen
Anlagen,
um der weiteren Ausbreitung in dem heute schon sehr engen Genpol,
Einhalt zu gebieten.
Hauptkriterium muss in der kommenden Zeit die Zucht nach dem Genotyp
sein,
sonst können die Zuchtbücher wirklich bald geschlossen
werden.
5)
Zur Erweiterung des Genpotentials des Leonbergers könnte
ein ernsthaftes Nachdenken über eine Einkreuzung von verwandten,
gesünderen Rassen (wie z.B. Sarplaniac) hilfreich sein
- dies natürlich züchterisch gelenkt und überwacht.
6)
Einreichen und Abstimmen von Anträgen bei der JHV
durch Mitglieder des DCLH,
folgende Untersuchungen
- ED, Augen, Herz und PN-Gentest/LPN1 Mutation -
als Zuchtauflagen in die Zuchtordnung aufzunehmen.
7)
Kritische Betrachtungsweise, Hinterfragen von gesundheitlichen
Aspekten
und Druck in Form von Forderungen nach mehr Untersuchungen (siehe
Punkt 3)
von Seiten der Welpenkäufer.
8)
Öffentlichkeitsarbeit, um auf Mißstände aufmerksam
zu machen
und Möglichkeiten zur Veränderung aufzuzeigen
mit dem Ziel, möglichst viele Leute zu motivieren,
für eine bessere Gesundheit und längere Lebenserwartung
der Leonbergerhunde
an einem Strang zu ziehen und aktiv zu werden.
9)
Grundsätzlich
halten wir es für angebracht,
wenn gleichzeitig mit dem Impfen und Chipen der Welpen
durch den Tierarzt ein DNA-Profil erstellt wird,
welches dann in einer gesonderten Datenbank festgehalten werden
sollte.
Dies hätte den Vorteil, daß es bei diversen Untersuchungen,
wie z.B. dem PN-Gentest, nicht zu Verwechslungen kommen kann,
da im Zweifelsfall die Hunde problemlos zugeordnet werden können.
Ebenso würde dieses Profil als eindeutiger Identifikationsnachweis
dienen,
daß der Welpe genau von den Elterntieren abstammt,
die auch in der Ahnentafel aufgeführt sind.
Der
DCLH hat die Möglichkeit, die Kosten für ein solches
DNA-Profil zu reduzieren,
indem er mit einem entsprechenden Labor einen Rahmenvertrag
abschließt.
Anderen Vereinen ist es auf diese Weise gelungen,
die Unkosten auf ca. 39 Euro pro getestetem Hund zu senken
zuzügl. der Kosten für Blut- oder Speichelentnahme
beim Welpen
durch den Tierarzt + Versandkosten.
Ein Aufwand, der unserer Meinung nach mehr als sinnvoll wäre.
* * *
Helft bitte mit - jeder wie und wo er kann.
Möglichkeiten sind vorhanden, wie Ihr seht.
Es ist noch ein weiter Weg zu einem gesünderen Leonberger.
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