Hallo
liebe Leonbergerfreunde,
nun
liegt sie vor, die seitens Pro-Leonberger initiierte Auswertung
der von uns zur Verfügung gestellten Daten,
in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Sommerfeld-Stur, UNI Wien,
in Form einer Diplomarbeit, verfasst von Frau Angela Zaminer.
Trotz
mancher Befürchtungen über unsere Intention
wird nun auch hoffentlich dem Letzten ersichtlich,
dass es uns definitiv darauf ankommt,
dem Leonberger Hund, seiner Gesundheit und seiner Vitalität
zu dienen.
Ebenso sollte aus den nachfolgenden Zitaten zweifelsfrei klar
werden,
daß auch die Leonberger in die Untersuchung mit eingegangen
sind,
die ein stattliches Alter erreicht haben.
Aus der hier nun vorliegenden Arbeit geht eindeutig hervor,
wo beim Leonberger die Knackpunkte im Bezug auf Gesundheit und
durchschnittliche Lebenserwartung und deren Entwicklung im Laufe
der Jahre liegen.
Um diese Erkenntnisse zu untermauern, wurden weitere Quellen
zu Rate gezogen,
welche, genau wie besagte Knackpunkte, mit unseren Erkenntnissen
übereinstimmen.

Zitate
hierzu aus der aktuellen wissenschaftlichen Auswertung:
"Eine
Assoziation zwischen Lebenserwartung und Inzuchtcoeffizient
(p = 0,517) konnte für den Leonberger nicht nachgewiesen
werden.
(Tabelle 9;Abbildung 5)."
Seite 46, Punkt 5.2
"Als
durchschnittliches Todesalter wurde für den Leonberger
ein Alter von 7,55 Jahren ermittelt (Abbildung 6)."
Seite 46, unten
"Das
Ergebnis deckt sich nahezu mit einer amerikanischen Studie zum
Gesundheitsstatus des Leonbergers aus dem Jahre 2000, bei der
die Hunde ein durchschnittliches Alter von 83 Monaten (knapp
7 Jahre) erreichten (LEONBERGER CLUB OF AMERICA, 2002)."
Seite 47, oben
"DANCKERT
u. KRAFT (1997) berichten bei ihrer Untersuchung
der Lebenserwartung an verschiedenen Hunderassen
von einem durchschnittlichen Sterbealter von 10,3 Jahren
und einer mittleren Lebenserwartung von 8 Jahren für Leonberger."
Seite 47, Absatz 2
"Bei
ihrer Studie mit 15881 Todesdaten von 165 Hunderassen
ermittelten ADAMS et al. (2010) ein durchschnittliches Todesalter
von 11 Jahren und 3 Monaten. Explizit für den Leonberger
wurde anhand von 47 Datensätzen ein Sterbealter von 7,08
Jahren berechnet."
Seite 47, Absatz 3
"Vergleicht
man den Verlauf des mittleren Todesalters der Leonberger
über die Jahre hinweg, wird eine
Tendenz zu kürzerer Lebenserwartung deutlich. Erreichten
die Hunde die in den Jahren 1957-1989 geboren wurden, durchschnittlich
9,02 Jahre (n=476), so lag das mittlere Alter von Hunden die
zwischen 1995-1999 geboren wurden nur noch bei 7,9 Jahren (n=782)
(Abbildung 9)."
Seite 47, Absatz 7
"Ähnlich
den Ergebnissen anderer Studien, wurden bei der vorliegenden
Leonbergerpopulation folgende Gründe als häufigste
Todesursache berechnet (Tabelle 10): Tumorerkrankungen (n=571,
21,87%), Herzprobleme
(n=279, 10,69%) und "Alter" (n=171, 6,55%). Unter
den Tumorerkrankungen ist das Osteosarkom mit 13,10% überrepräsentiert.
Als Hauptursache nennt der LEONBERGER CLUB OF AMERICA (2002)
Krebs (n=37, 37%),
"Alter" (n=12, 12%) und Herzinsuffizienz (n=9, 9%)
bzw. plötzlicher Herztod (n=8, 8%). Die Ergebnisse der
aktuellen Studie stimmen auch mit den Untersuchungen von ADAMS
et al. (2010) überein,......................
.................................
Somit zählt der Leonberger in dieser Studie zu den Rassen
mit dem verhältnismäßig höchsten Anteil
an Tumorerkrankungen."
Seite 49, ab Absatz 2

Gleichsam
werden auch der DCLH und weitere Leonbergervereinigungen aufgefordert,
die bekannten Schwachpunkte der Rasse zu bekämpfen.
Hierbei werden Krebserkrankungen (auffällig der Knochenkrebs)
und Herz, -Kreislauferkrankungen als genetisch bedingte Erkrankungen
aufgeführt.
Zu den aufgezeigten Möglichkeiten für die Zucht, durch
Selektion der genetisch bedingten Erkrankungen in Form von Zuchtausschluß
von Merkmalsträgern und deren direkten Verwandten wieder
eine höhere Lebenserwartung der Leonberger Hunde
und Reduktion der vorstehend genannten Krankheitsvorkommen zu
erreichen,
hier weitere Zitate aus der Diplomarbeit:
"Auffalllend
bei der Auswertung der vorliegenden Daten war der Unterschied
in der Lebenserwartung zwischen den Todesursachen "Alter"
und "andere Todesursachen". Für die Todesursache
"Alter" wurde eine mittlere Lebensdauer von 12,07
Jahren ermittelt, hingegen erreichten Hunde, die infolge einer
diagnostizierten definierten Krankheit verstarben, durchschnittlich
nur 7,24 Jahre (Abbildung 7). Diese Feststellung
lässt darauf schließen, dass Leonberger durchaus
ein hohes Alter erreichen können sofern sie nicht
an einer der in der Rasse häufig auftretenden Erkrankungen
frühzeitig sterben. Ganz ähnliche Ergebnisse fand
MÄKI (2011) für den Berner Sennenhund. Diese Erkenntnis
eröffnet aber auch Möglichkeiten zu einer Selektion
auf höhere Lebenserwartung durch Selektion gegen genetisch
bedingte Erkrankungen. Zuchtausschluß von Merkmalsträgern
sowie von direkten Verwandten von Merkmalsträgern könnte
sowohl die Häufigkeit von Erkrankungen in der Population
reduzieren als auch die durchschnittliche Lebenserwartung der
Rasse anheben."
Seite 49, letzer Absatz + Seite 50, Absatz 1
"In
der untersuchten Leonberger-Population hat sich das Inzuchtniveau
im Beobachtungszeitraum signifikant verringert, gleichzeitig
hat sich die Wurfgröße erhöht. Die
züchterischen Bemühungen zur Reduzierung des Inzuchtniveaus
haben sich somit auf der Basis einer Assoziation zwischen Inzuchtniveau
und Wurfgröße direkt positiv ausgewirkt. Die
Zuchtpolitik mit Limitierung des Inzuchtniveaus sollte daher
beibehalten werden
Keine Auswirkung hatte die Reduktion des Inzuchtniveaus auf
die Lebenserwartung, die im Beobachtungszeitraum sank und auch
keine Assoziation mit dem Inzuchtniveau erkennen ließ.
Da das Todesalter aber vor allem durch die Todesursache beeinflußt
wird und Hunde, die nicht auf Grund einer definierten Erkrankung
starben, eine weit höhere Lebensspanne hatten, liegt
in der Selektion gegen erbliche Erkrankungen die beste Möglichkeit
die Lebenserwartung der Rasse züchterisch zu beeinflussen."
Seite 50, Punkt 5.3

Bei der Polyneuropathie (PN) zeigt sich ja bereits Bewegung,
die hoffentlich Schlussfolgerungen nach sich zieht, die zu positiven
Ergebnissen führen.
Hervorgehoben
und lobend erwähnt wird die eingeführte Deckbeschränkung
für Rüden.
Ein erster Schritt, um das Inzuchtniveau zu senken, bzw. weiter
niedrig zu halten,
den auch wir positiv sehen - zumal dadurch auch die vorherige
Gefahr,
etwaige, vorhandene, genetisch bedingte Erkrankungen bis ins
Uferlose weiterzugeben,
wenigstens etwas eingedämmt wird.
-
Der Hund ist keine Ware, er ist ein
lebendiges Wesen,
nach den Erkenntnissen aus der kognitiven Ethologie
ausgestattet mit der Befähigung, zu denken und zu fühlen.
Das allein ist schon ein ethischer Grund, verantwortungsbewusst
für ihn zu handeln.
-
Wir freuen uns über das Zustandekommen der Zusammenarbeit
mit Frau Prof. Dr. Sommerfeld-Stur
und dieser Diplomarbeit,
die hoffentlich in der Gesamtheit verstanden und verinnerlicht
wird.
Es wäre toll, wenn sie die Basis für eine Bereitschaft
zum Umdenken
und zum Einleiten weiterer Schritte zur Verbesserung der Zucht
wäre.
Für
den Leonberger Hund!

Wir bitten auch weiterhin alle Leonbergerfreunde um Übermittlung
von Infos
bezüglich Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten,
Todesursache
und Alter ihrer Leonberger zum Zeitpunkt des Todes, etc.
Denn nur mittels fortlaufender Erfassung und Bewertung
lässt sich ein realistisches Bild erstellen und so auf
Strömungen hinweisen,
die negativen Einfluss haben auf die Gesundheit und Lebenserwartung
der Rasse.
Pro-Leonberger
Hans Weigel, Uwe Hermann
Hier die
Studie in ungekürzter Fassung im PDF-Format
Lesen
und Weitergabe erwünscht ;)
Link zum PDF-Dokument:
http://www.pro-leonberger.com/leonberger-studie.pdf
Wir danken Frau Angela Zaminer und Frau Prof. Dr. Irene Sommerfeld-
Stur für ihre Unterstützung
Wir
sammeln auch weiterhin alle Informationen zum Leonberger Hund
und freuen uns auf die Unterstützung der Leonbergerfreunde.
Hier nochmal der Link zum Erfassungsformular:
Formular
- Leonberger Daten
Dieses Thema
diskutieren wir auch in unserem
Leonbergerforum
(Link)
LEONBERGER
- ASSOCIATION BETWEEN INBREEDING COEFFICIENT AND DIMENSION OF
LITTER
AS WELL AS SITUATION OF LIFE EXPECTANCY
Hallo
dear friends of Leonbergers,
initiated
by Pro Leonberger now the analysis of data we provided is available,
in collaboration with Prof. Dr. Sommerfeld-Stur, UNI Vienna,
in the form of a degree dissertation, penned by Angela Zaminer.
In
spite of many a fears about our intention
hopefully it`s plain to the hindmost, that our main thrust is
to conduce to health and vitality of the Leonberger dog.
It
definitely arises from the existing paper,
where the weak points of health are situated at these dogs.
To confirm these findings, other sources were consulted.
They also coincided with our opinion.
Also
the Leonberger Clubs are requested
to battle against the well-known health threat
- cancer (here Osteosarkom is conspicuous),
cardiopathy, polyneuropathy, etc..
There ist already movement in case of the polyneuropathie,
which hopefully will end in positive results.
Accented
and laudatory mentioned is the decreed limitation for male breeding
animals.
We also look upon this first step to abate the inbreeding level
favorably.
The
dog isn`t a merchandise, it is a living creature,
equipped with the ability to think and to feel,
as cognitive ethology teaches.
This very fact is an ethic reason to act responsible for it.
We
are very pleased about the cooperation with
Prof. Dr. Sommerfeld-Stur
and about this degree dissertation,
which hopefully is understood at large and internalized.
We would count ourselves lucky,
if it would provide a basis for the readiness to rethink
and to institute further steps to reform the breeding.
For
the Leonberger dog!
We
furthermore ask all Leonberger friends to give in
the following data about their Leonbergers:
Information about diseases, abnormal behavior,
cause of death, age of the dog at death, etc.
Only using continuous recording and evaluation of data
enables a realistic statement to advise to developements,
which are having negative influence on health and life expectancy
of the breed.
Pro-Leonberger
Hans Weigel, Uwe Hermann
Here you find the study in pdf-format

To read and to circulate it is welcome. ;)
Link
to the pdf-document:
http://www.pro-leonberger.com/leonberger-studie.pdf
We
thank Miss Angela Zaminer and Prof. Dr. Sommerfeld-Stur for
their assistance.
We are continueing to gather information about the Leonberger
dog
and are looking forward to the assistance of Leonberger friends.
Once
again the link to fill in the form:
form
Leonberger data