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Der
„zitternde“ Vorstand Deutschen Leonberger Club
Auf
der Clubschau im September 1994 wurde vom Vorstand des DLCH
festgestellt, daß viele Leonberger im Ring während
der Ausstellung „zittern“. Man hat sich die
Mühe gemacht und gezählt, wieviele Hunde davon
betroffen sind. Das „Zittern“ wurde bei über
20 Hunden beobachtet. Daraufhin haben die Richter vom Vorstand
die Anweisung bekommen, die Hunde, die bei Ausstellungen
„zittern“ zwei Bewertungsnoten nach unten zu
stellen. Das hat bei Leonbergerbesitzern für viel Aufregung
gesorgt. Der Vorstand und der Zuchtausschuß sind zu
der Erkenntnis gekommen, daß dieses „Zittern“
eventuell erblich bedingt ist, da es schon vor etwa 25 Jahren
beobachtet wurde. Der Club hatte bereits Anfang 1995 die
Absicht, eine Untersuchung durchführen zu lassen, die
herausfinden sollten, was das „Zittern“ bei
unseren Hunden verursacht. Diese Untersuchung sollte in
Utrecht (Niederlande), Stuttgart (Deutschland) oder Bern
(Schweiz) durchgeführt werden.
Der Club hat sich dann dafür entschieden, fünf
„zitternde“ Leonberger Anfang 1995 nach Bern
zu schicken, um die Ursache herauszufinden.
An alle Züchter wurde auf der Jahreshauptversammlung
in Körle in April 1995 appelliert, bis zum Ende der
Untersuchung keine Tiere in der Zucht einzusetzen, bei denen
das „Zittern“ beobachtet wird.
Erreicht wurde bis Ende 1995 eigentlich nur, daß Hundebesitzer
die von ihrem „zitternden Hund“ wissen, diesen
Hund nicht mehr auf Ausstellungen zeigen, und somit versuchen,
diese mögliche negative Eigenschaft ihres Hundes zu
verbergen. Jetzt „zittern“ auch die Besitzer.
Das „Zittern“ bei den Hundebesitzern ist sicher
eine normale Nervensache, was auch bei den Hunden möglich
sein kann. Wäre es eine erbliche Sache, müßte
das durch umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen
schnellstens festgestellt werden, um einer großen
Schaden von unserer Rasse abzuwenden.
Denn was ist bis heute, Anfang 1996, nach mehr als einem
Jahr geschehen?
- Richter lassen ihre Hündin von Rüden decken,
bei denen das
„Zittern“ öffentlich beobachtet wurde.
- Rüdenbesitzer lassen ihre zittrigen“ Rüden
ohne Einschränkung decken.
- Leonbergerbesitzer reden „heimlich“ darüber,
daß die Hunde „zittern“ und nichts unternommen
wird.
Was der Vorstand seit 1994 für so wichtig befunden
hatte, und was bei den Leonbergerbesitzern für viel
Aufregung gesorgt hat, ist bis heute, 1996, noch nicht klargestellt
worden.
Es gibt leider nur eine Erklärung:
Der Vorstand „zittert“ jetzt auch, und müßte
auch zwei Bewertungsnoten nach unten gestellt werden.
Mr.
drs. (Dr. Dr.) Frank Scheffer, Niederlande – Mitglied
des DCLH
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Quelle der Abschrift: Leonberger Beihefter 3/1996
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