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Leonberger Geschichten und Schicksale

Im Laufe der Jahre ist die durchschnittliche Lebenserwartung des Leonbergers auf ca. 7 Jahre gesunken. Hinzu kommt, daß die Hunde anfälliger sind als früher, öfter krank werden und daß PN,
Herzerkrankungen und Krebserkrankungen – vorneweg Knochenkrebs – auf dem Vormarsch sind.
Mittlerweile scheint es für den Leonbergerbesitzer nicht mehr nur darum zu gehen, ob man sich damit abfindet, daß ein Leonberger im Schnitt nur 7 Jahre alt wird und dieses 7-jährige Leben von Krankheiten durchzogen ist.
Man liest auch von Leos, die im Alter von nicht einmal 1 Jahr plötzlich tot umfallen – anscheinend kein Einzelfall.
Leonbergerhündin
Ebenso gibt es inzwischen viele Leos, die mit 2, 3 oder 4 Jahren sterben oder gerade mal
5 Jahre alt werden. Auch das scheint bei Weitem nicht die Ausnahme zu sein.
Nicht wenige von ihnen waren vor ihrem Tod aktiv am Zuchtgeschehen beteiligt
und haben so die Disposition zu lebensbedrohlichen Krankheiten eventuell bereits weitervererbt.

Über die vielen, vielen Leos, die nahezu von Beginn an behandelt werden müssen, weil sie ständig krank sind, gelangt meist nichts an die Öffentlichkeit.
Vielleicht ist es Vielen nicht klar, daß eigentlich in erster Linie die betroffenen Welpenkäufer und Leonbergerbesitzer die Möglichkeit haben, etwas dafür zu tun, daß hier eine Wende eintritt, indem sie offen und ehrlich darüber berichten, was mit ihren Leos los ist, indem sie Krankheiten, frühen Tod und Leidensweg öffentlich schildern, damit für jeden nachvollziehbar wird, wo die Schwachstellen liegen, wo die Ursachen – für weitere Welpenkäufer und auch für Züchter.
Weggucken und totschweigen hilft da nicht – das sieht man ja.
An den Fakten ändert sich nichts, nur, weil man nicht darüber redet.
Jeder, der den Mund hält und schweigt, ist mitverantwortlich dafür, daß das Elend weitergeht.
Es geht hier nicht darum, etwas oder jemanden schlechtzureden, sondern es geht darum, Tatsachen – also tatsächlich Vorhandenes – auf den Tisch zu bringen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Es geht auch nicht darum, Züchter an den Pranger zu stellen, sondern es geht darum, die vorhandenen Krankheiten und Leidensgeschichten der einzelnen Leonbergerhunde öffentlich zu machen und über diesen Weg eine Änderung und Verbesserung zu erreichen – aufmerksam zu machen auf die Mißstände und ein Bewußtwerden und Umdenken zu erreichen.

Deshalb bieten wir hier Menschen die Möglichkeit, die Krankheitsgeschichte und Todesursache ihres Leonbergers öffentlich zu schildern.

Also helft mit – PRO LEONBERGER

Chronik der Unvergessenen

mit freundlicher Genehmigung von Uwe Herrmann
www.leonberger-online.de

Lange habe ich überlegt in welcher Form so eine Chronik umgesetzt werden könnte –
entweder unterlegt mit sehr ruhiger Musik, wohlmeinenden Texten, oder aber ehrlich/kritisch mit entsprechenden Akzenten.
Ich entschied mich letztendlich für die zweite Variante, auch auf die Gefahr hin, missverstanden zu werden, mir keine Freunde damit zu machen.

Ehrlich, das ist mir mittlerweile völlig egal. Aktuell bemerke ich durch Zuschriften, dass diese von mir favorisierte Darstellung der Vierbeiner erstaunlich der Realität nahe kommt.

In dieser Collage von Bildern, Videos, Musik und Texten lasse ich eigentlich gar nichts aus, ob nun Angriffe gegen das Zuchtwesen, wie auch Angriffe gegen vermeintlichen Tierschutz –

Angriffe, die aussagen sollen, dass viel zu viel Emotionalität, viel zu wenig Sachverstand dem Lebewesen Hund entgegengebracht wird.

In dreißig Jahren Hundehaltung – mit nicht verbundenen Augen – habe ich, mehr als mir Recht sein kann, erkennen müssen, dass wir Menschen extreme Probleme damit haben offen und ehrlich mit dem Hund umzugehen.

Viel Ideologie, viel Gefühlsduselei, viele Annahmen, wenig Kenntnisse.

Wir wurden alle aufgezogen in einer Welt, die immer noch geprägt ist vom „cartesianischen Bild“ –

wir da oben, der Rest da unten. Nur wir können denken, fühlen, Schlüsse ziehen aus unserem Tun. Nur wir Menschen sind befähigt zu Allem,

versperren uns mit Inbrunst Jeglichem, das besagt, dass diese Denkweise zwar vierhundert Jahre alt, doch insgesamt falsch ist.

Warnen möchte ich allerdings auch davor, den Umkehrschluss zu ziehen. Ein Hund ist kein Übermensch, es ist ein Hund.
Doch! Er ist mit Sicherheit keine instinktgesteuerte Maschine, ohne Weiteres befähigt zu dem, was uns …